Ein Tag bei den Kleinen Forschern

Der Tag beginnt…

Zwischen 7:15 Uhr und 8:15 Uhr werden die Kinder in witterungsentsprechender Kleidung im „Zwiebellook“ und mit gepacktem Rucksack zum Basisplatz gebracht und von einem/r Betreuer/in in Empfang genommen. Für Eltern und ErzieherInnen bietet sich die Möglichkeit für einen kurzen Austausch. Die Kinder begrüßen ihre Freunde und können frei spielen.

Um 8:20 Uhr findet eine pädagogische Tagesbesprechung der anwesenden Betreuer statt. Ein Empfang der Kinder ist in diesem Zeitraum nicht möglich. D.h. Eltern, die ihre Kinder ausnahmsweise später als 8.15 Uhr bringen, müssen bitte diese Besprechung abwarten und ihr Kind danach einer/m Betreuer/in übergeben.

… spielerisch,z.B. mit Mathematik, Musik, Bewegung und Sprache.

Gegen 08:30 Uhr finden sich die Kinder und BetreuerInnen zum kurz gehaltenen Begrüßungskreis zusammen. Dieser wird abwechselnd von den Betreuern/Innen durchgeführt. Mit dem Begrüßungskreis wird den Kindern der gemeinsame Start des Kindergartenstages bewusst gemacht. Die Kinder werden in dieses tägliche Ritual einbezogen; es gibt ihnen Halt und Sicherheit im offenen Naturraum. Bereits das Zählen, wieviele Kinder da sind, wird abwechslungs- und lehrreich gestaltet: Es zählt ein einzelnes Kind, dann zählen wir gemeinsam, mal fängt einer an, mal ein anderer und wir zählen reihum, so bleiben alle aufmerksam dabei. Wir stellen fest, wer fehlt und warum, welche Arbeiten wir heute anbieten oder erledigen müssen und stärken durch diese Informationen das Gemeinschaftsgefühl. Die Entscheidung, welchen Natur-Spielplatz wir aufsuchen, rundet den rund 10-minütigen Morgenkreis ab, so bleibt genügend Zeit zum Freispiel.

Ein spannender Streifzug zum Brotzeitplatz in Wald und Natur…

Manchmal frühstücken wir auch am Basisplatz und gehen dann ohne Gepäck auf Streifzüge in den Wald und die Natur. Wenn wir unterwegs frühstücken, trägt jedes Kind seinen eigenen Rucksack mit gesundem Frühstück und Getränk. Außerdem haben wir einen Bollerwagen oder Crossbuggy mit Erste-Hilfe-Tasche, Frischwasser, Lava-Erde und
Nagelbürste, Handtuch zum Händewaschen, Wickelutensilien, Handy, sowie ggf. Werkzeuge, Seile etc. dabei. Der Weg zum Brotzeitplatz ist bereits sehr aufregend. Es entstehen viele Spielsituationen, Gruppen bilden sich und formieren sich immer wieder neu. Es wird entdeckt, beobachtet, geforscht, versteckt, gesucht und die Kinder schlüpfen in verschiedene Rollen. Die ErzieherInnen haben auf diesem Weg gute Möglichkeit die Kinder zu beobachten und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Eine wichtige Regel ist es, immer in Sicht- und Hörweite zur/m Erzieher/in zu sein. Alle Kinder halten außerdem an den festgelegten Haltepunkten und warten, bis die Gruppe aufgeschlossen hat. Mit einem Sprachspiel trainieren wir die Kommunikationsfähigkeit  und teilen der Gruppe mit, dass es weiter geht.  Haben wir den Platz erreicht, können die Kinder in gleitender Brotzeit Ihren Hunger stillen und im Freispiel ihren Aktivitäten nachgehen. Im Winter besteht die Möglichkeit an der Feuerstelle am Basisgrundstück oder in der beheizten Jurte zu frühstücken.

… mit anschließender Zeit für Freispiel oder angeleitete Angebote und Projektarbeit.

Nach dem gemütlichen Frühstück packt jeder seine Dosen und Flasche wieder in den Rucksack und bringt diesen zum Rucksack-Sammelplatz am Bollerwagen. Nun ist genügend Zeit zum freien Spiel oder auch zur Teilnahme an angeleiteten, themenbezogenen Angeboten, Aktivitäten und für Projektarbeit. Die Kinder haben währenddessen immer die Möglichkeit sich eine Auszeit zu gönnen und sich auszuruhen.

Reflektion im Abschlusskreis und Rückkehr zum Basisplatz…

Der Abschlusskreis gegen 11:15 Uhr beendet den gemeinsamen Vormittag. Hier wird Gefundenes und Gebautes gezeigt und der Vormittag im gemeinsamen Gespräch auch von den Kindern reflektiert. Die Kinder erfahren so wichtige soziale Kompetenzen. Alle hören dem Kind zu, lassen es ausreden und nehmen es ernst. Der Abschlusskreis zeigt den Aufbruch der jüngeren Kinder zum Basisplatz mit einem Abschlusslied oder der Abschlussrakete an. Die älteren Kinder haben noch etwas länger Zeit zum freien Spiel, bevor es auch für sie Zeit zum Rückkehren ist.

Gegen 11:30 kehren die jüngeren Kinder mit zwei ErzieherInnen zum Basisplatz zurück, werden gewickelt und essen anschließend gemeinsam. Dann nehmen die Kinder ihre Ruheplätze ein.

Gegen 12:15 kehren die älteren und die Abhol-Kinder zum Basisplatz zurück. Ein Teil der Kinder wird abgeholt. Auch hier gibt es wieder die Möglichkeit zum Austausch zwischen Eltern und ErzieherInnen.

gefolgt von Mittagessen, Ruhezeit und Freispiel.

Um 12:30 Uhr gibt es für die älteren Kinder Mittagessen. Anschließend dürfen auch sie sich bis 13:45 Uhr vom aufregenden Vormittag ausruhen. Im Sommer finden wir einen Ruheplatz in der Natur. Während der Ruhephase finden die Kinder durch Vorsingen und Vorlesen in den Schlaf oder die Entspannung. Am Nachmittag nehmen die Kinder dann gezielten Angeboten teil, deswegen gibt es auch feste Abholzeiten: von 14:00-14:15 Uhr, um 15:15 oder um 16:15 Uhr. Das ermöglicht den Kindern wieder Zeit und Raum für einen kleinen Nachmittagssnack und freies Spiel zu finden. Die Angebote reichen vom künstlerischen Gestalten, über musikalische Angebote, die Gestaltung von Werkstücken oder auch die Arbeit mit Montessori-Materialien.